Verbände kritisieren Antidumping-Untersuchung

07.05.2013 09:53

Mehrere europäische Solarverbände haben in einem offenen Brief an Wettbewerbskommissar de Gucht die Antidumping-Untersuchung der Europäischen Kommission kritisiert. Sie beklagen vor allem, dass die Interessen eine großen Mehrheit der Unternehmen, die in der Wertschöpfungskette Umsätze mit Photovoltaik machen, für die Vorteile einer vergleichsweise kleinen Modul- und Zellindustrie in der EU geopfert werden. Immerhin hat schon allein die gegenwärtige zollamtliche Erfassung Schaden angerichtet.

Die Unterzeichner des offenen Briefes kritisieren, dass schon allein durch die Untersuchung die Unsicherheit in der Branche so groß ist, dass sie erheblichen Schaden nimmt. „Vor allem die Registrierung der Photovoltaikprodukte aus China hat weitreichende Effekte auf allen unseren Märkten, wobei allen unseren Mitgliedern irreparabler Schaden zugefügt wurde“, heißt es in dem Brief. Die Aussicht auf Anti-Dumping- oder Strafmaßnahmen schafft weitere erhebliche Unsicherheiten, die die Situation für die Industrie weiter erschweren.“ 

Die Industriezweige, die mit der Photovoltaik Umsätze machen, seien bedeutender für die Wirtschaft der EU als die Modulhersteller. Immerhin tragen sie mit 39,4 Milliarden Euro zur Wirtschaft der Gemeinschaft bei. Das währen immerhin 70 Prozent der gesamten Wertschöpfung, die in der EU mit der Photovoltaik geschaffen wird, rechnen die Unterzeichner vor. Im Vergleich dazu seien nur drei Prozent der Beschäftigten in der Photovoltaikwertschöpfungskette bei Unternehmen angestellt, die die derzeitige Antidumping- und Antisubventions-Untersuchung befürworten. „Das bedeutet, jeglicher Antidumping- und/oder Strafzoll würde 70 Prozent der Wertschöpfung durch eine Photovoltaikinstallation betreffen, nur um den europäischen Produzenten zu einem möglichen Vorteil zu verhelfen, die nur drei Prozent der Beschäftigung in der EU ausmachen“, schreiben die Verbände in ihrem Brief.

Quelle: www.photovoltaik.eu | pv-partners.de © pv partners AG

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